Der SB

Der Schwarzburgbund (SB)

ist ein Zusammenschluss von Studentenverbindungen aus Deutschland und Österreich.
Er betrachtet sich als einen Bund und nicht als Verband, weshalb sich auch die Mitglieder verschiedener SB-Verbindungen als Bundesbrüder bzw. Bundesschwestern (wie in anderen Korporationen nur Mitglieder der gleichen Verbindung genannt werden) bezeichnen. Sein Wahlspruch lautet „Gott, Freiheit, Vaterland“.

Der Schwarzburgbund (Rune des SB s.o.) will christliche Werte, jedoch ohne konfessionelle Bindung, verwirklichen. Er fordert anders als einzelne seiner Verbindungen von den Mitgliedern eine Auseinandersetzung mit der christlichen Ethik sowie Mäßigkeit und Reinheit im Denken und Handeln.
Manche seiner Korporationen sind Burschenschaften, andere bezeichnen sich als Akademische Verbindungen, wieder andere als Schwarzburgverbindung (SBV). Sein ideologisches Spektrum reicht von eher konservativ ausgerichteten Bünden, die nur Christen aufnehmen, bis zu sehr liberalen Verbindungen, die sich eher humanistisch verstehen, jedenfalls aber keinen christlichen Bezug mehr aufweisen. Es gibt Verbindungen, die nur männliche Studenten aufnehmen, einige gemischte Verbindungen sowie eine reine Damenverbindung.
Der SB wurde 1887 in Schwarzburg in Thüringen gegründet. Die Gründungsverbindungen waren Uttenruthia Erlangen, Tuiskonia Halle, Nordalbingia Leipzig und Sedinia Greifswald. Der Schwarzburgbund wurde 1935 unter den Nationalsozialisten zur Auflösung gezwungen und erst 1951 wiedergegründet. Während der Zeit der Teilung Deutschlands fanden die jährlichen Bundestreffen in Bad Hersfeld in Hessen statt. Seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts trifft man sich wieder in Schwarzburg.
Heute umfasst der SB 2400 Philister (Alte Herren) und 280 Aktive (studentische Mitglieder) in 21 Verbindungen verschiedener Größe.